Buchvorstellung „Solidarisch gegen Klassismus – organisieren, intervenieren, umverteilen“

Buchvorstellung „Solidarisch gegen Klassmismus. Organisieren, intervenieren, umverteilen“

Mit Solidarisch gegen Klassismus – organisieren, intervenieren, umverteilen liegt ein erster deutschsprachiger Sammelband zum Thema vor. Der Fokus liegt auf gelebten antiklassistischen Strategien.

Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund von Klassenherkunft oder Klassenzugehörigkeit. Klassismus richtet sich gegen Menschen aus der Armuts- oder Arbeiter*innenklasse, zum Beispiel gegen einkommensarme, erwerbslose oder wohnungslose Menschen oder gegen Arbeiter*innenkinder. Klassismus hat Auswirkungen auf die Lebenserwartung und begrenzt den Zugang zu Wohnraum, Bildungsabschlüssen, Gesundheitsversorgung, Macht, Teilhabe, Anerkennung und Geld.

Die Bandbreite der 26 Texte reicht von aktivistischen Erfahrungen über theoretische Diskussionen bis hin zu persönlichen Essays. Manche sind wütend, andere eher fragend, einige sind autobiografisch, viele persönlich, einige eher nüchtern beschreibend oder analytisch, andere poetisch. Die Beiträge diskutieren Strategien gegen Klassismus in politischen Zusammenhängen, in Bildungseinrichtungen und gegen Scham; sie berichten von antiklassistischen Interventionen in der Frauen- und Lesbenbewegung und vermitteln Möglichkeiten, sich gegen das Jobcenter oder gegen Vermieter*innen zu organisieren.

Häufig wird in Diskussionen zu Klassismus der weiße Arbeiter in den Vordergrund gerückt. Tatsächlich sind viele trans* Personen, alleinerziehende Mütter und Menschen, die Rassismus erfahren, von Klassismus betroffen. Die Beiträge machen die Verwobenheit von Klasse mit Rassismus und Sexismus deutlich.

In dieser Buchvorstellung stehen vorallem queer/feministische Perspektiven im Vordergrund. Die Herausgeber*innen Francis Seeck und Brigitte Theißl werden den Band gemeinsam mit den Autor*innen dieser Kapitel vorstellen:

Tanja Abou: Prololesben und Arbeiter*innentöchter. Interventionen in den feministischen Mainstream der 1980er- und 1990er-Jahre

Sabto Schlautmann: Klasse Haltung entwickeln

Anne Seeck: Von Umverteilung ist kaum etwas zu hören. Isoliert und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sein – das kennen einkommensarme Menschen auch ohne Corona-Ausnahemzustand

 

Mehr Infos zum Buch:

UNRAST Verlag | Solidarisch gegen Klassismus (unrast-verlag.de)

 

Über folgenden Link gelangt ihr zum zoom-Raum für die Veranstaltung:

https://us02web.zoom.us/j/81474858678?pwd=N3pZejFIQ2tCMm1BUlB0NlBicXpZdz09

Meeting-ID: 814 7485 8678

Kenncode: 354009

 

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.