Statements

 

 

Hinsehen – Helfen –  Hilfe holen

Haben Sie eine Nachbarin, die gewalttätigen Angriffen ihres Partners ausgesetzt war? 11% der deutschen Bevölkerung antworten auf diese Frage mit „JA“

Und SIE ?

Hören Sie aus der Nachbarwohnung lautstarke Auseinandersetzungen, begleitet von Schreien oder Weinen?

Wird Mobiliar zerschlagen oder an Türen gedonnert?

Bemerken Sie die Folgen einer Verletzung (blaues Auge, Schrammen, gestauchtes Handgelenk)?

Wirkt die Betroffene verschlossen, wenn Sie sie auf die Geräusche oder die Verletzungen

ansprechen ?

Dann: Schauen Sie Nicht weg!

Hinsehen, Helfen, Hilfe holen_Flyer


Statement Honorarkürzungen

Ab dem 1.4.2026 werden die Honorare für Psychotherapeut*innen um 4,5 % gekürzt. Das hat für Therapeut*innen, aber auch für ihre Patient*innen und das weitere Hilfesystem fatale Auswirkungen. Wir wollen unsere Solidarität gegenüber den Betroffenen und unseren Protest über die Kürzungen aussprechen:

Aufgrund der Kürzungen ziehen Therapeut*innen für sich entsprechende Konsequenzen. Somit werden Erstgespräche geschlossen, private Praxen eröffnet, Wartelisten gestrichen und komplex belasteten Personen wird abgesagt. Dadurch werden mehr Menschen private Leistungen in Anspruch nehmen müssen, die sich das im Durschnitt aber nicht leisten können. Diese Auswirkungen betreffen besonders Personen, die ohnehin bereits unter starken Belastungen leiden. Das sind Personen, wie Alleinerziehende, Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien, Frauen, queere Menschen und Menschen mit Behinderung.

Mit der bereits jetzt herrschenden prekären Lage sind die Bedarfe für Therapie enorm und sie steigen weiterhin. Dadurch wenden sich mehr Menschen an uns als Beratungsstelle. Bspw. um die Wartezeit auf eine Therapie zu überbrücken, zur Stabilisierung oder als Unterstützung bei Weitervermittlung. Dies soll eigentlich eine passende Ergänzung zur Therapie sein, wird aber immer häufiger das Einzige, das Menschen in Anspruch nehmen können. Dadurch sind Personen häufiger länger bei uns in Beratung. Das bedeutet für uns, dass sich die Anfragen für Beratungen häufen und wir nicht alle aufgrund zeitlicher und personeller Kapazitäten ausreichend beraten können.

Wie könnt ihr nun helfen? Ihr könnt die Petition unterzeichnen, euren Protest an Bundestagsabgeordnete und Krankenkassen herantragen und in eurem Umfeld und in den sozialen Medien darauf aufmerksam machen.

Link zur Petition: https://www.change.org/p/monatelange-wartezeiten-und-jetzt-werden-psychotherapeutische-leistungen-gek%C3%BCrzt

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